karla23
29.12.2016 08:39 · Príspevkov: 2425
Auch Lisa* arbeitet seit etwa zwei Jahren als Leiharbeiterin unter prekären Arbeitsverhältnissen in einem Versicherungsunternehmen in Wien. Die 24-jährige Studentin suchte nach ihrem Studienabschluss der Germanistik verzweifelt nach einem Job bis sie sich aufgrund mangelnder Angebote auf das Experiment Leiharbeit einließ. Unzählige Bewerbungsversuche waren zu diesem Zeitpunkt schon im Sande verlaufen. Was zu Beginn lediglich eine drohende Arbeitslosigkeit bzw. finanzielle Engpässe verhindern sollte, wurde zu einer langfristigen Lösung. - derstandard.at/1293370598987/daStandardat-Arbeitsleben-zweckentfremdet
Mit dieser Entscheidung folgt Lisa einem Trend, der mittlerweile viele tausende Arbeitnehmer in Österreich betrifft. Sie nehmen mit ihren Leih- und Teilzeitjobs ein höheres Risiko in Kauf in wirtschaftlich schweren Zeiten, die ersten zu sein, die entlassen werden. Für eine Vielzahl von Firmen ist Leiharbeit nicht unbedingt billiger, aber auf alle Fälle "günstiger". Sie bleiben dadurch flexibel und vor allem ohne viele, schwer kündbare Mitarbeiter. Flexibilität, ein schöner Mythos der Arbeitswelt, deren wahre Auswirkungen kaum ein Arbeitnehmer erleben möchte. - derstandard.at/1293370598987/daStandardat-Arbeitsleben-zweckentfremdet